Glastonbury – das spirituelle Paradies

Glastonbury ist ein magischer Ort voller Legenden, zum beispiel die um Avalon und den Zauberer Merlin

Ein Ort, der für einige Zeit auf meiner Bucket List stand, ist Glastonbury. Ich liebe die Sage um Avalon, King Arthur, Morrigan, den Feen und Merlin, dem Zauberer. Und Glastonbury ist der Ort, an dem Mythos und Realität aufeinander treffen.

Das Glastonbury Tor befindet sich auf einem Hügel, und die Gegend drum herum war früher unter Wasser. Also, ein Fluss der aus unerklärlichen Gründen irgendwann nicht mehr da war. Historiker sind sich uneinig, weshalb. Aber Mystiker glauben, dass Glastonbury der Ort war, an dem es eine Verbindung zwischen der magischen Welt, also Avalon, und unserer menschlichen Welt, also Glastonbury in der UK, gab.

Sagen zu Folge werden Menschen mit Verbindung zur Magie von einer Priesterin auf einem Boot empfangen, um auf die andere Seite, also auf die Seite der Feen und Magier, gebracht zu werden. Darüber etwas später im Artikel mehr.

Doch nicht nur aus diesem mythischen Grund ist Glastonbury so wundervoll. Neben Merlin, der in historischer Form genau so existiert hat wie King Arthur, ist Glastonbury die Hochburg verschiedener Religionen und Glaubensrichtungen.

Glastonbury und das Druidentum

Die UK ist bekannt für alternative Glaubenrichtungen. Paganismus (Heidentum), Wicca, Druidentum. Das Druidentum finde ich hier besonders spannend, weil die Verbindung zur Natur so groß ist. Aber auch zeremonielle Opfergaben und Überlieferungen zu Folge viel Blut (Find ich jetzt nicht so toll. Aber der Aufschwung des Druidentums in unserer New-Age Form ist da anscheinend etwas friedlicher)

Glastonbury, und die UK im allgemeinen, ist voller wunderschöner und privater Buchhandlungen. Und ich kann nun sagen, dass Glastonbury mit Abstand mein “buchreichster” Trip war. Bücher zu Merlin, dem keltischen Druidentum, dem Golden Dawn und Paganismus habe ich mir erstanden und kann es kaum erwarten, meine neuen Einsichten zu teilen.

Das Druidentum ist voller Geheimnisse und erlebt zur Zeit ein Revival. Leider gibt es wenige schriftliche Überlieferungen und es ist unklar, wie viele Informationen, die wir zu Druiden finden, auch tatsächlich stattgefunden haben. Ich kann gut verstehen, dass Menschen das Druidentum nun im New-Age Stil aufleben lassen. Die Verbindung zur Natur ist ganz besonders. Magisch.

 

Die Mythen von Avalon und King Arthur

Eine legendäre Geschichte über König Arthur und Glastonbury ist die Legende von Arthurs Grab. König Arthur soll nach der Schlacht von Camlann schwer verwundet worden sein und in die Gegend um Glastonbury gebracht worden sein, um dort zu sterben.

Es wird erzählt, dass Arthur von seiner treuen Vertrauten, der Fee Morgan le Fay, und der geheimnisvollen Lady des Sees nach Glastonbury gebracht wurde, um geheilt zu werden. Anschließend soll er in einem geheimen Grab auf dem Gelände der Glastonbury Abbey beigesetzt worden sein.

Im Jahr 1191 soll eine Gruppe von Mönchen bei der Renovierung der Glastonbury Abbey die Überreste eines hölzernen Kreuzes entdeckt haben, auf dem die Inschrift “Hic jacet Arthurus, rex quondam, rexque futurus” (Hier ruht Arthur, der einstige König, und künftige König) stand. Darunter wurden angeblich die Überreste von Arthur und seiner Gemahlin Guinevere gefunden.

Diese Entdeckung sorgte für große Aufregung und machte die Glastonbury Abbey zu einem wichtigen Pilgerort. Die Grabstätte von Arthur und Guinevere wurde zu einer bedeutenden Attraktion für Besucher, die die Legenden und die Geschichte des legendären Königs erleben wollten.

Die Geschichte von Arthurs Grab in Glastonbury hat jedoch im Laufe der Jahrhunderte zu Kontroversen geführt. Einige Historiker zweifeln an der Authentizität der Entdeckung und vermuten, dass die Mönche sie möglicherweise als Mittel zur Förderung der Pilgerfahrten erfunden haben könnten. Es ist bis heute nicht eindeutig bewiesen, ob das Grab tatsächlich die Überreste von König Arthur enthält.

Dennoch bleibt die Legende von Arthurs Grab in Glastonbury eine faszinierende Geschichte, die die Menschen weiterhin begeistert. Die Verbindung zwischen König Arthur, einer der bekanntesten Figuren der britischen Legenden, und Glastonbury, einem Ort mit reicher historischer und spiritueller Bedeutung, trägt zur mystischen und romantischen Atmosphäre der Region bei.

Glastonbury Abbey und die Lady des Sees

Die Dama des Sees wird in den Legenden als eine weise und mächtige Frau beschrieben, die in einem wunderschönen See in der Nähe des Glastonbury Tors lebt. Sie wird oft mit der legendären Herrscherin von Avalon, Morgaine le Fay, in Verbindung gebracht.

Es wird gesagt, dass die Dama des Sees über eine außergewöhnliche Gabe der Weissagung verfügt. Sie kann in die Zukunft blicken und den Menschen Rat und Führung geben. Viele suchten ihren Rat in Zeiten des Zweifels oder der Unsicherheit.

Die Legende besagt, dass die Dama des Sees zu bestimmten Zeiten aus dem Nebel des Sees auftaucht und am Ufer erscheint. Sie trägt ein schimmerndes Gewand und hält einen Kristallkelch in den Händen. Dieser Kelch wird als “Der Kelch der Erkenntnis” bezeichnet und sagt denjenigen, die ihn trinken, ihre Zukunft voraus.

Es heißt, dass die Dama des Sees auch eine enge Verbindung zur Glastonbury Abbey hat. Einige behaupten, dass sie die Hügel hinabsteigt und durch die alten Ruinen der Abtei wandelt, um die Geheimnisse der Vergangenheit zu bewahren und den Ort zu segnen.

Viele Pilger und Suchende kommen nach Glastonbury, um einen Blick auf die Dama des Sees zu erhaschen oder ihren Rat einzuholen. Es wird erzählt, dass einige Glückliche tatsächlich in der Lage waren, mit ihr zu sprechen und Weisheit aus erster Hand zu erhalten.

Das Glastonbury Tor und die Verbindung zur magischen Welt

Das Glastonbury Tor war für mich der Hauptgrund, warum ich unbedingt nach Glastonbury wollte. Legenden zu Folge war genau an diesem Ort die Verbindung von “unserer” Welt zur magischen Welt.

In einigen Versionen der Artuslegende wird gesagt, dass Avalon von Wasser umgeben war und das Glastonbury Tor als Eingang zur Insel diente. Und tatsächlich sind sich Historiker nicht einig, warum es keinen Fluss mehr gibt. Vermutet werden menschliche Eingriffe (Landwirtschaft) oder natürliche Einwirkungen.

Mythische Erklärungen sind, dass sich die Schleier zwischen der normalen und der magischen Welt verändert haben und dass wir keinen Zugang zu der magischen Welt mehr haben. Ich finde diese Erklärung spektakulär – und sie trägt enorm zu der spirituellen Bedeutung Glastonburys bei.

Was tun in Glastonbury?

Glastonbury bietet viel für spirituelle Pilgerer.

Neben der Glastonbury Abbey, dem Glastonbury Tor, dem Chalice Well und den weißen Quellen gibt es viele Wanderwege und typisch Britische Pubs.

Ein Besuch auf der High Street ist definitiv angesagt. Es ist der “spirituelle Supermarkt” und lässt kaum Wünsche offen. Neben Hexen-Shops gibt es hier allerlei Räucherwerk, Kräuter, Kristalle, Kleidung, Bücher und Öle. Auch Souvenirs für Freunde sind hier nur eine (Karten)Zahlung entfernt.

Eine Stunde entfernt von Glastonbury ist Stonehenge, und 30 Minuten weiter ist Avebury, eine weitere spirituelle Entdeckung mit langen Wanderwegen und Gärten. Für einen Trip nach Stonehenge und Avebury würde ich eine Tagesfahrt mit einem Taxifahrer im Voraus buchen und schön früh losfahren.

Ein paar Gedanken zum Schluss…

Wenn du einen Trip nach Glastonbury planst, empfehle ich, dir vorher die Mythen um Avalon anzuschauen oder zu lesen. Natürlich ist es schön, sich das Tor anzuschauen, aber wenn es in Verbindung gebracht wird mit all den legendären Mythen und Geschichten, dann entsteht ein ganz neues Bild. Wir können die Welt betrachten, wie sie ist. In diesem Sinne, ist dann ein Tor auf einem Hpgel. Wir können uns aber auch dazu entscheiden, die Welt mit all ihren Mythen zu sehen, und so wird aus einem Tor aus einem Hügel eine Verbindung in die magische Welt. Wirst du eintreten?